Skip to main content
Aktuell

Zum Teil nur noch Restkarten bei den hochkarätigen Gastspielen

By 25. August 2022No Comments

Zur im nahenden September anstehenden Premiere des neuen IMAD-Festivals präsentiert die Paderborner Dommusik neben den verschiedenen eigenen Ensembles zahlreiche künstlerische Gäste zu einmaligen Gastspielen. Gleich am ersten Festivalsonntag gastiert das spannende junge Barockensemble Seicento Vocale in der Kaiserpfalz. Erwachsen aus dem Kammerchor der Hochschule für Musik Detmold fokussieren sich die bis zu 20 Sängerinnen und Sänger auf eine moderne, historisch informierte Aufführungspraxis von Musik des Frühbarock, begleitet durch auf Continuo-Spiel spezialisierte Instrumentalisten. Ihr jüngstes Programm „Fiat iustitia“ wird diesen besonderen Konzertraum mit sechs- bis zwölfstimmigen Werken von Giacomo Carissimi, einer der zentralen Gestalten des katholischen Musiklebens seiner Zeit, füllen.

Nur wenig später lassen Dominik Susteck an der Orgel und Kurt Laurenz Theinert am Visual Piano unter dem Titel LUX AETERNA den Hohen Dom mit einer synästhetischen Mischung aus Licht und Musik in ungekanntem Gewand erstrahlen. Organist Dominik Susteck improvisiert frei und eigenständig und bricht ebenso bewusst wie gekonnt mit traditionellem Ausdruck. Die Orgel begreift er dabei im ursprünglichen Wortsinn als Werkzeug, als organum. Jedes Konzert, jede Aufführung ist einmalig, denn die Musik entsteht in der Gegenwart. Das Spiel mit dem Instrument und dem Raum wird umso beeindruckender, und geradezu existentiell, durch die Begleitung von Kurt Laurenz Theinert mit seinem Visual Piano. Der international renommierte Lichtkünstler wird in diesem Konzert zum visuellen Begleiter und Verstärker. Für optimale Lichtverhältnisse beginnt dieses Konzert etwas später als gewohnt, nämlich um 20.30 Uhr.

David Briggs darf man getrost als guten Freund der Paderborner Dommusik bezeichnen, denn er wird zum wiederholten Male mit einem seiner grandiosen Konzerte im Hohen Dom zu Gast sein. Seine musikalische Karriere und Lehrtätigkeit führten ihn bereits an einige der besten und renommiertesten Kathedralen und Hochschulen. Derzeit wirkt er als Artist-in-Residence an der Cathedral of St.-John-the-Divine in New York. Seine Bearbeitungen von Sinfonien für die Orgel sind legendär, und eine solche kommt mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 c-moll, bekannt als „Auferstehungssinfonie“, im Hohen Dom zur Aufführung. Zusammen mit einem eigens zusammen gestellten Projektchor unter der Leitung von Domkantor Patrick Cellnik und mit Carine Tinney und Sarah Romberger als Solistinnen wird David Briggs an diesem Abend die ganze Strahlkraft und Vielfalt der Paderborner Domorgeln zu Gehör bringen.

Gleich zu zwei Gastspielen, die bereits im Vorverkauf besonders nachgefragt werden, reisen die Künstler und Künstlerinnen aus Großbritannien an. Das A-Cappella-Ensemble Voces8 tritt in der Marktkirche auf. Hinter Voces8 steht eine ganz eigene Methode aus der Feder von Paul Smith, einem der Mitbegründer der Gruppe. Die Sängerinnen und Sänger sind stolz darauf, Menschen auf der ganzen Welt mit ihrer Musik und ihrer Freude am Singen zu inspirieren. Die Vielfältigkeit ihres Repertoires wie ihres Könnens und die Freude an den verschiedensten musikalischen Ausdrucksformen kann man nicht nur bei den Konzerten live erleben, sondern ebenso trainieren. Wie das möglich ist, vermitteln Voces8 auch in Workshops. Für einen solchen bleiben sie in Paderborn noch einen Tag länger vor Ort. Ein weiterer Höhepunkt im Festival wird das Konzert des Westminster Cathedral Choirs im Hohen Dom sein. Glücklicherweise erlauben es in diesem Jahr die aktuellen Umstände wieder, dass der weltberühmte Knabenchor der katholischen Kathedralkirche Londons zu einem Konzert nach Paderborn reisen kann.